Im Norden Hamburgs liegt der Hagenbeck Tierpark, der zu den bedeutendsten zoologischen Gärten Europas zählt, da dieser Tierpark weltweit der erste mit Freigehegen war, während die Tiere vorher immer hinter Gittern oder Glaswänden eingesperrt waren.
Das 25 Hektar große gepflegte Gelände lädt seine Besucher auf einem mehr als 6 Kilometer langen Wegenetz zu einer Entdeckungsreise durch eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt ein. Vom Alpaka über Eisbären, Elefanten, Pinguine, sibirische Tiger, rote Riesenkängurus bis zum Zebra wird man bei 210 Tierarten wohl kaum eine vermissen.
Eine Attraktion des Zoos ist der Elefantenpark mit derzeit zwölf asiatischen Elefanten. Die asiatischen Elefanten zählen zu den hochgradig bedrohten Tierarten, für deren Erhaltung und Tierschutz sich der Tierpark Hagenbeck international einsetzt. Aus aller Welt kommen angehende Elefantenpfleger nach Hamburg in den Tierpark Hagenbeck, um diesen Beruf bei einer der weltweit größten Zuchtgruppen, die es in zoologischen Gärten gibt, zu erlernen. Seinen Besuchern bietet der Tierpark Hagenbeck außerdem die Möglichkeit, Giraffen und Elefanten selbst zu füttern, was in Deutschland einmalig ist.
Neben einheimischen und exotischen Tieren gibt es im Tierpark Hagenbeck auch eine botanisch hübsch angelegte Landschaft zu bewundern. Im Laufe der Geschichte wurden einige Exemplare ausländischer Flora zusammengetragen. Stolz ist der Tierpark Hagenbeck vor allem auf seine beiden Urwelt-Mammutbäume, die weltweit sehr selten zu finden sind.
Auch Kunstwerke und kulturhistorisch wertvolle Bauwerke sind im Tierpark Hagenbeck zu finden: Der ehemalige Haupteingang wird durch ein dekoratives Jugendstil-Portal geziert. Der neue, im Jahr 2003 erbaute Haupteingang, ist ein als nepalesischer Pagoden-Tempel gestalteter Eingang.
Begonnen hat die Tradition der Tierausstellungen der Hagenbecks im Jahr 1848, als der Fischhändler Gottfried Clas Carl Hagenbeck sechs unabsichtlich mitgefangene Seehunde auf St. Pauli51 präsentierte, die damals in Holzwannen saßen. Die Begeisterung der Passanten war so groß, dass Hagenbeck das Geschäft weiterentwickelte. Im Jahr 1863 eröffnete Hagenbeck am Spielbudenplatz 19 eine Tierhandlung, die gleichzeitig exotische Tiere ausstellte. Drei Jahre später übernahm sein ältester Sohn Carl Gottfried Heinrich Hagenbeck die Leitung des Geschäftes und konnte es zur größten Tierhandlung weltweit weiterentwickeln.
Aus Platzmangel siedelte die Firma Hagenbeck 1874 zum Neuen Pferdemarkt um. Dort fanden Anfang des 20. Jahrhunderts sogenannte "Völkerschauen" statt, bei denen Eskimos, Singhalesen, Nubier und andere ethnische Gruppen zur Schau gestellt wurden. Ab 1887 betrieb die Firma Hagenbeck zusätzlich einen Zirkus.
Im Jahre 1907 verlegte Hagenbeck sein Unternehmen nach Stellingen, vor die Tore Hamburgs - die Geburtsstunde des heutigen Tierparks. Mit seinem Konzept, Tiere möglichst in ihrer natürlichen Umgebung zu zeigen und Käfige durch weitläufige gitterlose Freianlagen und Panoramen zu ersetzen, erlangte der Tierpark Hagenbeck internationales Ansehen. Hagenbeck revolutionierte mit seiner Tierparkanlage die Zootierhaltung, er konstruierte die Freigehege mit Gräben als natürliche Begrenzung. So konnten die Besucher ab jetzt nicht nur die exotischen Tiere betrachten, sondern auch mehr über deren eigentlichen Lebensraum erfahren. Zudem war es eine Innovation, die Tiere nach Regionen gegliedert und nicht, wie damals üblich, nach einzelnen Arten zu gliedern. Diese Idee ließ sich Hagenbeck bereits 1896, patentieren und legte damit den Grundstein für die Zooarchitektur des 20. Jahrhunderts. Seit 1997 stehen die Panoramen unter Denkmalschutz.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Tierparkanlage Hagenbeck vollständig zerstört, doch ist es der Familie Hagenbeck und ihrem großem Engagement zu verdanken, dass der Tierpark heute wieder neu hergerichtet ist. Als erster deutscher Zoo erhielt der Tierpark Hagenbeck 2001 das internationale Ökosiegel. 2003 wurde die Anlage nochmals aufwendig umgestaltet und verschönert.
Im sogenannten Troparium gibt es Aquarien und Terrarien zu bestaunen. Pünktlich zum 100. Jubiläum des Tierparks in Stellingen eröffnet im Jahr 2007 ein neues, exorbitantes Tropen-Aquarium, welches das 2005 geschlossene alte Troparium noch in den Schatten stellt. Im neuen Tropen-Aquarium werden die drei Welten "Die tiefsten Meere der Tropen", "Der tropische und subtropische Urwald" und "Die Welt der Grotten und Höhlen" das Publikum unterhalten.
Noch heute ist der Tierpark in Familienbesitz, inzwischen bereits in sechster Generation. Insgesamt benötigen die 2.500 Tiere täglich Futter im Wert von 2.600 Euro. Die gesamten laufenden Betriebskosten in Höhe von 32.000 Euro pro Tag finanziert Hagenbeck aus den Eintrittsgeldern, ohne staatliche Zuschüsse. Für Umbaumaßnahmen und Erweiterungen ist der Tierpark auf Spenden angewiesen.
Selbstverständlich gibt es einen erlebnisreichen Kinderspielplatz, einen Streichelzoo und, abhängig von der Saison, Ponyreiten für Kinder. Für das leibliche Wohl der Tierparkbesucher sorgen mehrere Kioske und Restaurants. Eine romantische Kutschfahrt kann den Tierparkbesuch krönen.
Obwohl die Anlage nur etwa 25 Hektar groß ist, sollte man für einen Besuch mindestens einen halben Tag einplanen. Gelegentlich finden hier auch einige Sonderveranstaltungen (z.B. Feuerwerke) statt, die ebenfalls sehenswert sind.
Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Koppelstraße, 22529 Hamburg
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Seit dem ich Mutter bin, bin ich Hausfrau und ganz für meine Kinder da. Ich shoppe leidenschaftlich gerne und für alle, die in einer ähnlichen Situation sind, habe ich einen Tipp: probiert doch mal Mystery Shopping! Die Zeit kann man sich total flexibel einteilen und mir macht das viel Freude. Ich lasse mich einfach beraten, kaufe eine Kleinigkeit und am Schluss schreibe ich einen Bericht. Also, ich bin bei Multi-Value ... weiterlesenantworten
Hallo! Ich komme aus Ungarn, fliege aber in ein paar Wochen nach Hamburg. Ich wahr schon mahl dort dann habe ich jeden Tag Tageskarten gekauft. Damit konnte man Bus, S-Bahn, U-Bahn also alles fahren. Gibt es sowas auch als Wochenkarte? Wieviel kostet sie? Danke für eure Antworten! Melissza weiterlesenantworten
Moin, Moin, ich suche Urlaubsbekannte aus Frühjahr 1972 aus Cala Figuera/Mallorca, wie da waren: Karin, Marlies, Silvia, Birgit, Uschi, Heine, Olaf, Sepp usw., einige davon aus der Ecke HH. Der Reiseleiter hieß Werner (fahr mit) und ist leider vor ca. 4 Jahre verstorben. Habe die Dia digitalisiert und würde sie gerne per mail verschicken, natürlich kostenlos. Wer sich also erkennt und Interesse hat, kann sich gerne melden bitte per ... weiterlesenantworten
Schönen Nachmittag, ich habe eine Bitte bzw. Frage an die "Hamburg-Experten". Wir fahren Ende März nach Hamburg und ich bin hier auf der Suche nach einem technischen oder wissenschaftlichen Muesum, werde aber irgendwie nirgens fündig. Gibt es sowas? Wenn ja wie heißt des denn? Wäre super wenn mir wer weiterhelfen könntet! Vielen Dank im Vorras Liebe Grüße Natlie weiterlesenantworten
Kommentare und Tipps von anderen Usern zu Tierpark Hagenbeck
Gast meint zu Tierpark Hagenbeck:
Die Tiere darf man mit Obst und Gemüse füttern. Den Elefanten kann man Karotten rüber reichen und die Schweine mit Kohlrabi füttern.
100%
Gast meint zu Tierpark Hagenbeck:
Es ist das erste Mal wo ich denke, die Tiere hier haben es ganz gut hier.
Gast meint zu Tierpark Hagenbeck:
Der Tierpark Hagenbeck hat neben den Öffnungszeiten verschiedene Veranstaltungen zu bieten. Es lohnt sich daher ein Besuch, der dann mal anders ist als nur spazieren und Tiere angucken.
84%
Gast meint zu Tierpark Hagenbeck:
Es besteht die Möglichkeit auf Elefanten und Dromedaren zu reiten. Das war was besonders für meine Kinder.
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