Der Hamburger Hafen ist der zweitgrößte Seehafen Europas.
Der Hamburger Hafen ist mit einer Gesamtfläche von rund 7.400 Hektar der zweitgrößte Seehafen Europas (nach Rotterdam). Weltweit rangiert der Hamburger Hafen mit seiner Größe an achter Stelle.
Der Hamburger Hafen zählt zu den führenden europäischen Umschlagplätzen und zu den wichtigsten Containerhäfen der Erde. Der Hamburger Hafen gilt als multilateral, routiniert und außerordentlich spezialisiert. Im Jahr 2004 verzeichnete der Hamburger Hafen ganze 7,7 % Wachstum hinsichtlich der dort umgeschlagenen Ware, im ersten Halbjahr des Jahres 2005 waren es sogar 8,8 %.
Wirtschaftlich eine ganz besondere Bedeutung hat der Freihafen: Hier werden auf einer 16 Quadratkilometer umfassenden Fläche die Waren zollfrei umgeschlagen. Zölle fallen erst bei Verlassen des Freihafens an.
Hamburg ist der Heimathafen von 420 Seeschiffen und verfügt über vier große Containerterminals, 60 Hafenbecken und eine Gesamtlagerfläche von 7,4 Millionen Quadratmetern.
Die Geschichte des Hafens lässt sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Bereits im 9. Jahrhundert besaß die nur 200 Einwohner zählende "Stadt" einen 120 Meter langen Holzanleger, der Grundlage für den Fernhandel war. Dieser lag aber an einem Wasserarm der Alster und bildete damit nicht den Ursprung des heutigen Hafens an der Elbe.
Im Jahre 937 erhielt Hamburg durch Erzbischof Adaldag das Marktrecht, während zur gleichen Zeit die von Wikingern beschädigte Hammaburg erst wieder aufgebaut werden musste.
Der Hamburger Hafen zählt zu den führenden Umschlagplätzen.
Hamburg ist der Heimathafen von 420 Seeschiffen.
Blick vom Michel auf den Hamburger Hafen
Die Silhouette des Hafen wird vom Michel geprägt.
Der Ursprung des heutigen Hafens entstand am Nikolaifleet14 in der Speicherstadt26, zu der Zeit als die Neustadt gegründet wurde: Kaiser Friedrich Barbarossa legte mit der Ermächtigung Hamburgs zur Zollfreiheit zwischen Nordsee und Hamburg sowie der Verleihung des Marktrechts die Basis für die Entwicklung des Hamburger Hafens. Der Tag an dem diese Rechte verliehen wurden, der 7. Mai 1189, gilt heute noch als Hafengeburtstag, der jedes Jahr gefeiert wird.
Das nächste einschneidende Ereignis stellt die Aufnahme Hamburgs in die Hanse im Jahre 1321 dar. Als Mitglied der Hanse erlangte Hamburg besondere Rechte im westlich liegenden Handelsgebiet. Durch die Entdeckung Amerikas 1492 expandierte das Handelsgebiet Hamburgs weiter und bewirkte einen zunehmenden Aufschwung des Hamburger Hafens. Das Hafengebiet dehnte sich mehr und mehr aus, während gleichzeitig die Einwohnerzahl der Stadt immens anstieg.
Als das dänische Altona66 1664 Stadtrechte erhielt, kam es zu einem starken Konkurrenzkampf zwischen dem Hamburger und dem Altonaer Hafen. Die Konkurrenz hielt rund 200 Jahre an. Die von Napoleon verhängte Kontinentalsperre gegen England zum Beginn des 19. Jahrhunderts traf beide Häfen erheblich und trieb viele Firmen in den Ruin.
Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zu bedeutenden Erweiterungen des Hamburger Hafens: Der Sandtorhafen und der Niederhafen wurden ausgebaut. Da aber beide dem enormen Handelszuwachs nicht mehr gerecht werden konnten, ließ Dalmann im Jahr 1866 an beiden Elbufern Kaianlagen bauen und ging somit als Erschaffer der Norderelbe in die Geschichte Hamburgs ein. Dalmann schuf einen modernen offenen Tidehafen. Im Jahre 1872 erfolgte am Kaiserkai erstmals die Umladung der Fracht vom Schiff auf die Bahn.
1888 fügte sich Hamburg dem Willen Bismarcks und trat dem deutschen Zollgebiet bei. Als Kompromisslösung diente die zu dieser Zeit erschaffene Speicherstadt26 als Freihafen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts blühte die Hafenregion weiter auf, als im Jahre 1910 die Landungsbrücken56 und 1911 der Alte Elbtunnel eröffnet wurden. In Folge dessen erreichte Hamburg 1913 die Millionengrenze seiner Einwohnerzahl.
Kräne am Hamburger Hafen
Die Landungsbrücken des Hamburger Hafens am Abend
Spaziergänger entlang der Landungsbrücken am Hafen
Schwer getroffen wurde der Hamburger Hafen im Zweiten Weltkrieg, als er zu 80 % zerstört wurde. Die Erfolgsgeschichte des Hafens riss dennoch nicht ab. Nach dem Krieg wurde alles daran gesetzt, den Hafen zügig wieder aufzubauen und so war bereits zehn Jahre nach Kriegsende das Jahresumschlagsvolumen der Vorkriegszeit wieder erreicht.
Anschrift und Verkehrsanbindung Hamburger Hafen:
Adresse: 20359 Hamburg S-Bahn: S1, S3: St. Pauli Landungsbrücken U-Bahn: U3: St. Pauli Landungsbrücken
Anschrift und Verkehrsanbindung Hafengeburtstag:
Adresse: Bei den St. Pauli Landungsbrücken, 20359 Hamburg
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