Der Hamburger Fernsehturm, der Heinrich-Hertz-Turm, befindet sich nicht weit der Messehallen neben der Parkanlage Planten un Blomen86 und ist seit den 1960er Jahren ein Hauptmerkmal der Hamburger Skyline. Neben dem Hamburger Michel gilt auch der Heinrich-Hertz-Turm als Wahrzeichen der Hansestadt. Von den Einheimischen wird der Fernsehturm auch liebevoll "Telemichel" genannt.
Mit der Entwicklung von Satellitenstrecken und der Zunahme von Glasfaserkabeln hat der Heinrich-Hertz-Turm viel von seiner ursprünglichen Aufgabe verloren, was einst die Weiterleitung von Fernmeldeverbindungen war. Statt dessen übernimmt der Turm heute mit neueren Techniken eher Funktionen des Mobilfunks, des Festnetzes sowie des Polizei- und Zollfunks. Seit dem 1. März 2005 strahlt der Hamburger Fernsehturm die 24 Fernseh- und zehn Radiosender nunmehr ausschließlich digital und nicht mehr analog aus.
Nach drei Jahren Bauzeit konnte der 43.000 Tonnen schwere Heinrich-Hertz-Turm am 1. Mai 1968 an der Lagerstraße in Betrieb genommen werden. Für die Planung waren die Architekten Fritz Trautwein, der auch am Bau der Grindelhochhäuser103 beteiligt war, sowie Fritz Leonhardt, Jörg Schlaich und Rafael Behn verantwortlich.
Blick von der Schwanenbrücke zum Heinrich-Hertz-Turm
Blick von der Außenalster auf den Heinrich-Hertz-Turm
Binnenalster und Heinrich-Hertz-Turm
Der Fernsehturm ist in einer schlanken Stahlbetonbauweise errichtet, es handelt sich um eine so genannte vertikale Kragarmkonstruktion. Der Durchmesser am Fuße des Turms beträgt 41 Meter, auf der Höhe der ersten Tellerebene verkleinert sich der Durchmesser auf 39,8 Meter. Mit einer Höhe von insgesamt 279,2 Metern, wovon 75,2 Meter der Mast samt Antenne ausmacht, ist der Fernsehturm das höchste Bauwerk Hamburgs. Seit der Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen und dem damit einhergehenden Austausch der Antenne, soll die Höhe des Turms sogar noch um einen Meter zugenommen haben.
Der Fernsehturm erhielt seinen Namen zu Ehren des bedeutenden, in Hamburg geborenen Physikers Heinrich Hertz. Hertz schuf im 19. Jahrhundert mit seinen Forschungsergebnissen die Basis für die Entstehung drahtloser Telegraphie und des Radios. Nach seinem Tode 1894 wurde Heinrich Hertz auf dem Ohlsdorfer Friedhof120 in Hamburg beigesetzt.
Früher war der Heinrich-Hertz-Turm wegen seines Drehrestaurants auf einer Höhe von 132 Metern sehr beliebt, von dem aus man einen unglaublichen Panoramablick über Hamburg hatte. Das Restaurant drehte sich in einer Stunde einmal um die eigene Achse. Seit 2001 steht es jedoch leer. Aufgrund der zu hohen Betriebskosten von rund 40.000 Euro monatlich, war es bisher nicht möglich, einen neuen Betreiber zu finden.
Frühere Aussichtsplattform d. "Telemichels"
Auch die 128 Meter hohe Aussichtsplattform wurde im Jahr 2001 geschlossen, da die Brandschutzmaßnahmen nicht mehr den aktuellen Vorschriften entsprachen. Baurechtlich müsste ein größerer Fluchtweg zur Verfügung stehen als die derzeit vorhandene schmale Treppe.
Zurzeit gibt es noch keinen umsetzbaren Lösungsvorschlag zur öffentlichen Nutzung des Heinrich-Hertz-Turms. Selbst für waagemutige Bungee-Jumper ist der Fernsehturm nicht mehr zugänglich. Noch bis vor kurzem stand eine Plattform in 128 Metern Höhe für Bungee-Jumper zur Verfügung, die sich hier weltweit vom einzigen Fernsehturm stürzen konnten.
Kommentare und Tipps von anderen Usern zu Heinrich Hertz Turm
Gast meint zu Heinrich Hertz Turm:
Der Hamburger Fernsehturm ist neben dem Berliner natürlich einer der schönsten in Deutschland. Leider ist er bereits seit Jahren geschlossen, wegen Umbauarbeiten.
34%
Gast meint zu Heinrich Hertz Turm:
Sucht man den Weg zum Messegelände kann der Telemichel den Weg weisen. Er ist heute eine architektonische Landmarke. Selbst wenn man am Fuße des Turms steht kann einem schwindlig werden man och schaut.
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